Sanierungsexpertin Dr. Nicole Essiger-Munk, Politikwissenschaftlerin
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Auf dem Weg in die Märkte der Zukunft beginnt Dr. Nicole Essiger-Munk ihre Reise mit den sechs Golfstaaten

Die Sanierungsexpertin Dr. Nicole Essiger-Munk wird ab Ende November 2006 in einer erneuten Reise die globalen Wachstumsmärkte bereisen: Vom Osten Europas ausgehend über die fernöstlichen Wachstumszentren China und Indien in die arabischen Golfstaaten.

  
   

Golfstaaten verwirklichen Visionen von neuen urbanen Zentren und Industrien

Die Reise beginnt auf dem Weg in „den Märkten der Zukunft“ und führt durch die sechs Golfstaaten.


Wenn es eine Region gibt, die heute mit dem Boom in China und Indien vergleichbar ist, dann ist dies der arabische Raum, insbesondere die Golfstaaten. Auf der Basis profitabler Ölpreise werden Visionen von neuen urbanen Zentren zur Realität, neue Industrien aus dem Wüstensand gestampft und Tourismus, Transport und Finanzdienstleistungen auf Weltklasseniveau angeboten.



  

Deutschland will die Wachstumsmärkte vom Schreibtisch aus erschließen

Diese Märkte lassen sich nicht vom deutschen Schreibtisch aus erschließen. Arabische Geschäftspartner legen großen Wert auf persönliche Gespräche und freundschaftliche Beziehungen. Eine Präsenz vor Ort ist Voraussetzung für den erfolgreichen Einstieg.


  

Die Golfstaaten zählen gegenwärtig zu den stärksten Wachstumsmärkten der Welt und erzielen 2006 Überschüsse von 250 Mrd. $, die zum größten Teil in den Aufbau von Weltklasse Infrastruktur investiert werden.

  

Desinteresse gegenüber den arabischen Freunden

Erst langsam setzt sich bei uns die Erkenntnis durch, dass die deutschen Aktivitäten in diesem Bereich im Vergleich zu denen der Wettbewerber aus der EU, China, Indien und den USA sehr zu wünschen übrig lassen. Zu lange haben wir unseren arabischen Freunden aus deren Sicht sogar ein gewisses Desinteresse signalisiert.

 
 
   

Die Zentren der Globalisierung verwandeln sich rasant und Deutschland muss sich beeilen, wenn es die Entwicklungen in der Welt nicht verschlafen will. Heute sind die Vereinigten Arabischen Emirate der größte arabische Handelspartner der Bundesrepublik und der Export in diese Länder dürfte 2006 über der vier Milliarden EUR Grenze liegen.


   

   

Reichtum bedeutet nicht, dass man etwas sinnlos verschwendet

Ein der wichtigsten Strategien in den Golfstaaten lässt sich am besten mit einem Zitat des Chefs von ADNOC, der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi, Scheich Yousif Omeir bin Yousif verdeutlichen: „Das Öl ist für uns nicht das Allerwichtigste. Uns geht es vor allem um Ausbildung. Unsere Jugend soll optimal lernen und studieren, damit sie einmal die eigene Zukunft in die Hand nehmen kann.“

  

Es wird Zeit dass wir deutsche Studienangebote in den Emirate anbieten!

Die Golfstaaten, inmitten eines der dynamischsten Wirtschaftsräumen der Welt gelegen, suchen seit langem bewusst den Draht zur Bundesrepublik Deutschland, zu deutschen Universitäten und deutschem Know-how. Sie wollen unabhängiger werden, von englischen und amerikanischen Colleges, welche dort die Schul- und Hochschullandschaft dominieren.


  

Gute Beispiele für Bildungsexporte in arabische Staaten

Die German Jordanien University und die German University in Kairo liefern gute Beispiele für erfolgreichen deutschen Bildungsexport in arabische Staaten.

  

Auch ab dem Oktober 2007, wenn nach dem Vorbild der Rheinisch-Westfälischen Hochschule (RWTH) Aachen die Omanisch-Deutsche Universität „Oman German University of Technology“ in Muscat gegründet, wird die deutsche Hochschullandschaft wieder einmal auf der arabischen Halbinsel unterrepräsentiert sein.

Boomender Hochschulmarkt ist für ausländische Anbieter attraktiv

Bis 2006 haben sich im Hochschul-Markt der VAE bereits 35 private Anbieter etabliert. Die Konkurrenz schläft nicht: Wichtige ausländische Universitäten wie die „British University in Dubai“, und die australische „University of Wollongong in Dubai“ sind fest etabliert. Demnächst wird die französische Sorbonne in Abu Dhabi eine Universität eröffnen.

 
 
   

Deutsche Hochschulen nehmen zwar seit mehren Jahren an der „Gulf Education and Training Expo“ (GETEX), der wichtigsten Bildungsmesse in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Dubai teil, aber weitergehende Angebote fehlen.


  

UAE German University und deutsche Studiengänge für die Emirate gefordert

Dr. Nicole Essiger-Munk kritisiert, dass trotz des gestiegenen Interesses auf beiden Seiten, bisher weder das Angebot deutscher Studiengänge in die VAE, noch Gründung einer UAE German University erfolgt ist. Auf was warten die deutschen Bildungspolitiker noch?

Dabei ist gerade für die vielen in den VAE lebenden Expatriats das Engagement Deutschlands an diesem Hochschulstandort von Bedeutung.

 
 

Vereinigte Arabische Emirate rüsten sich für das Zeitalter der „Knowledge Economy“

Hervorragende Voraussetzungen für Universitätsgründungen z.B. in Dubai bieten die sogenannten „Education Free Zones“. Eine dieser Bildungs-Freihandelszonen, die Dubai Knowledge Village (DKV) liegt direkt neben der Sheikh Zayed Road, der Hauptverbindung zwischen Stadtzentrum und Jebel Ali, dem Standort eines riesigen Hafens und des zukünftig weltgrößten Flughafens Dubai World Central. In der direkten Nachbarschaft liegen noch die „Dubai Media City“ und die „Dubai Internet City“ mit hohem Potential für angehende Akademiker.


  


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