Weg vom Insolvenzverwalter / Abwickler - heute sind Sanierer gefordert
Deutschland kann sich diese Masse an Insolvenzen nicht mehr leisten. Das Insolvenzvirus ist wie eine Krankheit zu behandeln und muss schneller geheilt werden.
Wirksame Insolvenzprophylaxe muss vor Erkrankung beginnen.
Im Buch Insolvenzprophylaxe für Deutschland sind neben der Bestandsaufnahme des Patienten Deutschland konkrete Empfehlungen dokumentiert. Die Autorin entwickelt das Szenario für ein interdisziplinäres Früherkennungssystem und argumentiert auf wissenschaftlicher Ebene für die Sanierung in der Insolvenz.
Insolvenzen 2005
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eröffn. Verfahren (1) |
Unter-nehmens- insolv. (2) |
Verbrau- cher- insolv. (3) |
Personen- gesell- schafter (2)
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Selbst- ständige (2) |
Nachlässe (2) |
| Januar 2005 |
9.652 |
2.826 |
4.521 |
324 |
1.798 |
183 |
| Veränderung 2004/2005 |
11,9% |
-6,7% |
39,5% |
-9,7% |
-0,6% |
-1,1% |
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| Februar 2005 |
10.018 |
2.962 |
4.667 |
345 |
1.835 |
209 |
| Veränderung 2004/2005 |
15,6% |
3,9% |
43,8% |
0,6% |
1,1% |
14,8% |
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| Jan+Feb 2005 |
19.670 |
5.788 |
9.188 |
669 |
3.633 |
392 |
| Veränderung 2004/2005 |
13,8% |
5,3% |
41,7% |
4,7% |
0,3% |
6,8% |
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Seit dem Jahr 2000 – 2004 haben 176.625 Unternehmen Insolvenzanträge gestellt. |
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Insolvenzen seit dem Jahr 2000
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Jahr
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eröffn. Verfahren (1)
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Mangels Masse abgew. (4)
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angen. Schulden- bereini- gungs- pläne (5)
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Summe der beantr. Insolv.
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Unterneh- mens- insolv. (2)
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Veränder- ungen zum Vorjahr gesamt
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Veränder- ungen Vorjahr Unterneh- men
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2000 |
19.698 |
21.357 |
1.204 |
42.259 |
28.235 |
24,2% |
6,6% |
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2001 |
25.230 |
22.360 |
1.736 |
49.326 |
32.278 |
16,7% |
14,3% |
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2002 |
61.690 |
21.551 |
1.186 |
84.427 |
37.579 |
71,2% |
16,4% |
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2003 |
77.237 |
22.134 |
1.352 |
100.723 |
39.320 |
19,3% |
4,6% |
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2004 |
95.035 |
21.450 |
1.789 |
118.274 |
39.213 |
17,4% |
-0,3% |
Definitionen
(1) Eröffnetes Insolvenzverfahren: Ein Verfahren wird eröffnet, wenn das Vermögen des Schuldners ausreicht, um die Verfahrenskosten zu begleichen oder wenn ein entsprechender Geldbetrag vorgeschossen wird.
(2) Unternehmensinsolvenz / Regelinsolvenzverfahren: Diese Art des Verfahrens kommt für Unternehmen und seit Dezember 2001 auch für Kleinunternehmen (Kleingewerbe) in Betracht. Außerdem findet es Anwendung bei Nachlassangelegenheiten sowie bei solchen natürlichen Personen die u. a. als Gesellschafter an einem größeren Unternehmen beteiligt sind sowie bei Personen die früher eine selbstständige Tätigkeit ausgeübt haben und deren Vermögensverhältnisse nicht überschaubar sind, d. h. mehr als 19 Gläubiger haben oder bei denen Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen.
(3) Verbraucherinsolvenzverfahren: Diese Art des Verfahrens stellt ein vereinfachtes Insolvenzverfahren dar, das für Verbraucher gilt und bis Dezember 2001 auch für Kleingewerbetreibende galt. Die am 1. Dezember 2001 in Kraft getretene Änderung der Insolvenzordnung bestimmt, dass von diesem Zeitpunkt an Kleingewerbetreibende nicht mehr ein vereinfachtes Verfahren, sondern ein Regelinsolvenzverfahren durchlaufen müssen. Ein vereinfachtes Verfahren kommt ab Ende 2001 außer für Verbraucher auch für ehemals selbstständig Tätige, deren Verhältnisse überschaubar sind (d.h. weniger als 20 Gläubiger und keine Verbindlichkeiten durch Arbeitsverhältnisse), zur Anwendung.
(4) Mangels Masse abgewiesenes Verfahren: Eine Abweisung mangels Masse erfolgt, wenn das Vermögen des Schuldners nicht ausreicht, um die Verfahrenskosten zu begleichen. Für natürliche Personen gilt ab 1. Dezember 2001, dass sie sich die Verfahrenskosten stunden lassen können.
(5) Schuldenbereinigungsplan: Vor der Einleitung eines vereinfachten Insolvenzverfahrens muss der Versuch unternommen werden, unter Aufsicht des Gerichts, die Gläubiger mittels eines Schuldenbereinigungsplans zufrieden zu stellen. Dieser gilt als angenommen, wenn die Gläubiger zustimmen.
Quelle: Statistisches Bundesamt |