Hat das deutsche Volk in die falsche Rentenkasse bezahlt?
- Von Dr. Nicole Munk, Wirtschaftsjuristin -
Nach
einem arbeitsreichen Leben wünscht sich der deutsche Bundesbürger einen
ruhigen Lebensabend. Das eigene Häuschen im Grünen, mehr Zeit für die
dann schon erwachsenen Kinder, den während der Berufstätigkeit zu kurz
gekommenen Hobbies frönen, Bildungs- und Abenteuerreisen unternehmen
oder aber in den sonnigen Süden ziehen; das alles
steht auf der Wunschliste unserer Bürger. In einem Land wie
Deutschland, mit der weltweit höchsten Arbeitsproduktivität, in dem so
gut wie nicht gestreikt wird, der soziale Friede einen
Produktivitätsfaktor der Volkswirtschaft bildet und in dem der Deutsche
Bundestag und 16 Länderparlamente am Fließband Gesetze produzieren, um alles und jedes gesetzlich zu regeln, müßte
auch die Sicherung des Volksvermögens und der sozialen
Sicherungssysteme funktionieren. Deutschland baut die besten Autos,
Magnetschwebebahnen für China, Kraftwerke für die ganze Welt, deutschen
Ingenieuren wird immer noch der rote Teppich ausgerollt. Ein
Volk, das diese Leistungen erbringt, kann von der Regierung erwarten, einen
menschenwürdigen Lebensabend zu verbringen.
Doch das ist ein kollektiver Trugschluß,
eine Fata Morgana, von der Politiker im Parlament und in den
TV-Talkshows so oft erzählen, dass dieses Märchen wie wahr klingt. Ist
es aber nicht. Man hat sich ja sonst, als man voll in den Arbeitsprozeß
eingegliedert war, wenig gegönnt, so denken unsere Rentner und
diejenigen, die bald in den Vorruhestand oder Ruhestand treten. Umso
mehr hat man sich dann den Wohlstand im Alter verdient – das wünschen
sich Millionen. Verdient hätten sich unsere Bürger diesen Wohlstand
allemal – aber es gibt ihn bereits nicht mehr, den Wohlstand, den wir
uns heute alle noch einbilden wollen, der aber nur noch auf dem Papier
steht, z.B. in Arbeitsverträgen als Pensions- und
Betriebsrentenzusagen, in Lebensversicherungsverträgen und in
Beamtengesetzen. Selbst die Beamten in Deutschland, die bisher
glaubten, ihre Treue zur freiheitlich demokratischen Grundordnung (Kein
Streikrecht, Gehorsamspflicht) würde mit einer sicheren lebenslangen
Alimentierung durch den Staat korrespondieren, befällt das schleichende
Gefühl, dass sich an ihrem sozialen Status und vor allem dem
Besoldungs- und Versorgungsprinzip schneller einschneidende Änderungen
ergeben werden, als man heute bereit ist, darüber auch nur
nachzudenken. Die Beschneidung des Weihnachtsgeldes, die in immer mehr
Bundesländern angeordneten Haushaltsrestriktionen, Haushaltssperre in
Hessen u.v.a. lassen erahnen, wie es um die Staatsfinanzen steht.
Es ist wie auf der Spielbank: Politiker haben unsere monatlichen Rentenbeiträge verspielt!
Die Pläne Eichels
sind ein „gefährlicher Schritt“ zu einer „Rente nach Kassenlager“ - Für
die gesetzliche Altersversorgung des Volkes existiert kein
Sondervermögen.
Betrachtet man die in Deutschland vorhandenen vier Säulen der Altersversorgung; die gesetzliche Rentenversicherung (BfA, LVAs),
die privaten Lebensversicherungen, die Beamtenversorgung und die
Betriebsrenten der Unternehmen, so fällt es einem bei genauerer Prüfung
wie Schuppen von den Augen:
Kein
einziges dieser Alterssicherungssysteme, mit Ausnahme derjenigen
Lebensversicherungen, für die kraft Gesetzes ein Deckungsstock
anzulegen ist ( §§ 66, 54, 54 lit. b VAG –
Versicherungsaufsichtsgesetz), ist mit einem Sondervermögen einem
Deckungsstock von Vermögen, unterlegt, aus dessen Erträgen die
Leistungen bezahlt werden könnten. Alle diese Altersversicherungen
müssen quasi aus der „laufenden Kasse“ bedient werden. Das ist wie bei
einem Girokonto, von dem mehr abgehoben als eingezahlt wird.
Bei
den gesetzlichen Rentenversicherern werden die ausgezahlten Renten aus
den vereinnahmten Beiträgen weitergereicht und die chronische
Unterdeckung aus dem laufenden Bundeshaushalt mit Summen um die 60
Milliarden Euro jährlich bezuschusst. Doch auch dieser laufende Zuschuß muß
aus den laufenden Steuereinnahmen bedient werden. Doch die Zahl der
jungen Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz haben und Beiträge zahlen
können, wird – gemessen an der Zahl der Rentner – immer kleiner. Die
Zahl der Unternehmen und Betriebe, die Gewinne erwirtschaften und
Einkommens- oder Körperschaftsteuer zahlen, wird immer kleiner. Die
Gewinne schrumpfen und damit auch die Steuereinnahmen des Staates. Die
Liquidität der gesetzlichen Rentenversicherungen wurde bislang aus zwei
Quellen, eigene Beitragseinnahmen und Staatszuschüsse gespeist. Beide
Quellen beginnen zu versiegen. Erstmals wird in Deutschland über
Nullrunden für Rentner nachgedacht. Bei höheren Renten sollen sogar
Kürzungen erfolgen, um das System zu retten. Doch wer ist ein sog. „besserverdienender
Rentner“? Ist das der Generationenvertrag, von denen uns die Politik
immer wieder so stolz berichtet hatte? Wir haben geglaubt, dass unser
System besser sei als z.B. das amerikanische Investmentfonds-System,
in dem die Beiträge der Arbeitnehmer von riesigen Fondsgesellschaften
in Aktien, Industriebeteiligungen, festverzinslichen Wertpapieren
angelegt werden und aus den Zinserträgen und Wertsteigerungen die
Altersrenten als Dividende gezahlt werden. Trotz aller Schwierigkeiten
an den Aktien- und Kapitalmärkten stellt sich heraus, das
Pensionsfondssystem besser ist. Aber Deutschland kann kurz- und
mittelfristig für die gesetzliche Altersversorgung kein
Pensionsfondssystem aufbauen, wie dafür nicht nur das Geld fehlt und
die Staatsschulden viel zu hoch sind.
Bei
den Lebensversicherungen sieht es auf dem Papier angeblich besser aus.
Doch zeigt eine genaue Betrachtung der verschiedenen Formen von
Lebensversicherungsverträgen, dass auch hier Vorsicht geboten ist und
die trügerische Sicherheit für den Lebensversicherungskunden gefährlich
werden kann. Wie schon berichtet, bestehen gut ein Fünftel der
deutschen Lebensversicherungen den amtlichen Stresstest der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nicht Bei einem
weiteren Nachgeben der Aktienmärkte um 20 % tritt dort bereits
Illiquidität ein. Wie soll der deutsche Bundesbürger da noch ruhig
schlafen?
Und
bei den Beamtenpensionen sieht es auch nicht besser aus. Auch hier
gilt das Prinzip der durchlaufenden Einnahmen und Ausgaben und daraus
folgt auch die Mut- und Ratlosigkeit der Bundesregierung. Hans Eichel
weiß, wie viele Milliarden er an Beamtenpensionen für 2003, für 2004
usw. zu zahlen hat, und seine Ministerkollegen in den Ländern kennen
diese Zahlen auch. Aber keiner weiß, wie bei dem Einbruch der
Steuereinnahmen die laufenden Beamtengehälter und Beamtenpensionen noch
gezahlt werden sollen. Jetzt rächt sich, dass in Deutschland bis heute
nicht über ein Deckungsstocksystem nachgedacht worden ist.
Welche Betriebsrente ist noch sicher?
Der
größte Unsicherheitsfaktor zeigt sich aber bei den Betriebsrenten und
Pensionszusagen der Unternehmen. Denn auch hier gibt es so gut wie
keine fondsgebundene Betriebsrente. Die
Unternehmen müssen für die Verpflichtung zur Zahlung von Betriebsrenten
Rückstellungen bilden. Doch damit unterliegt die Frage, wie hoch diese
Rückstellungen sein sollen, dem Beurteilungs- und Ermessensspielraum
der Unternehmen selbst und der Wirtschaftsprüfer. Auf diesen
Expertenebenen verfügen die Arbeitnehmer über keine Lobby. Die
Bewertungsvorschriften sind so komplex, dass jedes Unternehmen die
Rückstellungen für die Betriebsrenten der verdienten Arbeitnehmer zu
einem Verschiebebahnhof für Bilanzmanipulationen nutzen kann.
Die Pensionsverpflichtungen hängen wie ein Damoklesschwert über Deutschlands Unternehmen.
In vierzig Jahren Betriebszugehörigkeit mühsam aufgebaute
Anwartschaften können durch ein einziges schlechtes Wirtschaftsjahr
zunichte gemacht werden. Selbst bei der Insolvenz des Unternehmens
genießen derartige Betriebsrentenansprüche keinen Vorrang gegenüber
anderen Gläubigern. Dass die Rückstellungen für Betriebsrenten ein
schwer durchschaubares Spezialproblem darstellen, zeigt ein Blick in
die vielen Skandalfälle, die aber die breite Öffentlichkeit nur wenig
beschäftigen, weil die Aspekte ohne fundierte Bilanzkenntnisse nicht erfaßt werden können. Und doch geht es um einen wichtigen Teil der Altersversorgung des Volkes.
Auf
den Unternehmen der “Deutschland AG” lasten Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen im dreistelligen Milliarden-Bereich.
Genaue statistische Erhebungen dazu fehlen - soweit ersichtlich - doch
kann heute schon festgestellt werden, dass nur wenige deutsche Konzerne
ihre Pensionsverpflichtungen werden erfüllen können. Die
Pensionsverpflichtungen deutscher Unternehmen sind deshalb in das
Blickfeld geraten, weil die US-Börsenaufsicht bei US-Konzernen die
Pensionslasten überprüft und die schlechten Auskünfte der Unternehmen
dazu bemängelt hat. Das hat zu der Frage geführt, ob sich bei der
“Deutschland AG” ähnliche Entwicklungen zeigen. Bedauerlicher Weise
lautet die Antwort auf diese Frage: Ja. Es gibt also überhaupt keinen
Grund, die Unsicherheit der Pensionen als ausschließlich amerikanisches Problem zu verstehen: Das Problem stellt sich bei
deutschen, europäischen und internationalen Konzernen in gleicher
Weise.
Ein Blick auf das amerikanische System der Pensionssicherung.
Nach
den Feststellungen der US-Börsenaufsicht (SEC) verschleiern viele
US-Konzerne in ihren Pflichtmitteilungen an die staatlichen Behörden und
an die Anleger das Ausmaß der Misere. So haben die Mitglieder des
Standard & Poor’s - 500-Index in den Jahren 2001/2002 in ihren Pensionsanlagen ca. US-$ 200 Milliarden verloren, ohne dies der SEC gegenüber offenzulegen.
Die SEC hat daraus bereits die Konsequenzen gezogen. Die
Bilanzierungsregeln müssen überarbeitet und die Mitteilungen an die
Behörden transparent gestaltet werden. Der Druck auf die
US-Konzernspitzen wächst. Nach den Maßnahmegesetzen des US Präsidenten
George W. Bush drohen den Konzernführern bei Bilanzfälschungen
drakonische Freiheitsstrafen bis zu 20 Jahren und empfindliche Geldbußen, die die Manager persönlich zu zahlen haben. Die
Größenordnung des Problems lässt sich beispielhaft an zwei Eckwerten
ablesen: So haben General Motors Corp. und IBM ihr Kapital soeben um US
$ 40 Milliarden geschmälert, um Engpässe bei der Sicherung der
Mitarbeiterpensionen auszugleichen. Das volle Ausmaß der Verluste der
Pensionsfonds ist damit aber noch nicht zu Tage getreten. Immerhin:
In den USA wird gehandelt, wenn und sobald das Problem erkannt ist.
Das Betriebsrentensystem in Deutschland? Treibsand oder eine sichere Bank?
Sind die Betriebsrenten etwa bei der Deutsche Telekom AG oder bei DaimlerChrysler
noch sicher? Wie lange noch? Was ist mit den Zusatzrenten der Angestellten des Öffentlichen Dienstes in den Ländern,
Kommunen usw.?
Keine der großen Organisationen hat nach dem Bekanntwerden
über das Eingreifen der amerikanischen SEC die Öffentlichkeit
beruhigen und erklären können, dass die eigenen Betriebsrenten sicher wären.
Wie hätte eine solche Erklärung auch abgegeben werden können? Und wer
hätte es unter den großen deutschen Konzernen wagen können, eine solche
Prognose abzugeben? Sicherlich nicht die Deutsche Telekom, die den
größten jemals in Deutschland festgestellten Jahresverlust von ca. 26
Milliarden Euro eingefahren hat. Aber auch die anderen führenden
Konzerne der “Deutschland AG” nicht, denn auf Befragen wäre so gut wie
kein Unternehmen in der Lage, die Separierung des Vermögens zum Zweck der
Deckung der Betriebsrenten und die risikoarme Anlage dieses Vermögens
für Jahrzehnte zu dokumentieren. Damit werden die Betriebsrenten vieler
deutscher Unternehmen zu einem Teil der sog. “Blenderwirtschaft”. Denn
diejenigen Vorstände, die sich der angeblichen sozialen Wohltaten einer
Betriebsrente gerühmt hatten und viele derjenigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die selbst zu Konzernen der Beratung
und Prüfung geworden sind, dürften nicht mehr existieren, wenn die Frage nach der Berechnung und nach der Auszahlung
der Betriebsrenten gestellt wird.
Die Börsenflaute läßt selbst ausgelagerte Pensionsvermögen schrumpfen.
Die
Diskussion über Pensionsverpflichtungen und ihre Bewertung kommt für
deutsche wie auch europäische Unternehmen zur Unzeit. Die
Pensionsrückstellungen sind wegen ihrer Größenordnung eine der
wichtigsten Bilanzposten bei deutschen Unternehmen (rd. 300 Mrd. DM
Deckungsmittel in 1997 gemäß ABA 1999). Veränderungen der
Pensionsrückstellung beeinflussen die Struktur der Gewinn- und
Verlustrechnung maßgeblich. Denn eine ganze Reihe von
Industriekonzernen steht ohnehin bereits stark unter Druck, ihre
ausgeuferte Verschuldung unter Kontrolle zu bringen. In dem Maße, wie
nun Pensionsverpflichtungen den klassischen Finanzschulden zugerechnet
werden, verschärft sich die Problematik immens:
Thyssen-Krupp steht z.B. durch die Herabstufung im Rating
derzeit im Rampenlicht, ist aber im Grunde kein Einzelfall. Um welche
Dimensionen es geht, zeigt ein Blick auf die 24 Industrie- und
Dienstleistungsunternehmen im deutschen Aktienindex (Dax).
Diese Unternehmen haben in den vergangen vier Jahren mehr als 100
Milliarden Euro zusätzliche Verbindlichkeiten aufgenommen. Ende
September addierten sich die Netto-Finanzschulden der Dax-Unternehmen
(ohne Banken und Versicherer) nach Berechnungen des Handelsblatts auf
fast 260 Milliarden Euro. Gleichzeitig haben die Konzerne
Pensionsverpflichtungen von etwa 150 Milliarden Euro ausgewiesen (Ende
2001), wovon nur rund die Hälfte durch ausgegliederte Pensionskassen
oder –fonds abgedeckt wurde.
Die Finanzrelationen verschlechtern sich bei der Einrechnung der Pensionsverpflichtungen dramatisch.
Folgt man der Argumentation von Standard Poor´s und rechnet die ungedeckten Pensions-Verpflichtungen der Verschuldung hinzu, verschlechtern sich die Finanzrelationen zum Teil drastisch. Das Gearing (die Relation von Netto-Schulden zu Eigenkapital) würde nach unserer Berechnungen bei den Dax-Unternehmen
im Durchschnitt von rund 1 auf 1,3 steigen. Besonders stark
verschlechtern sich die Finanzrelationen unter anderem bei RWE,
Lufthansa, Deutsche Post, MAN und Thyssen-Krupp. Die Unternehmen haben
dabei kaum eine Möglichkeit, dem Dilemma zu entfliehen. Denn um die
Pensionsverpflichtungen in gesonderte Fonds auszugliedern, müßten sie diese mit entsprechenden Mitteln ausstatten. RWE z.B. müßte
gut 12 Milliarden Euro aufbringen, VW etwa 10 Milliarden Euro,
Thyssen-Krupp und die Deutsche Post jeweils etwa 6 Milliarden Euro. Im
Endeffekt würde die darauf hinauslaufen, Pensionsschulden durch Bank-
oder Kapitalmarktverbindlichkeiten zu substituieren, was derzeit kaum
zu realisieren wäre. Der Kapitalmarkt ist dafür nicht aufnahmefähig.
Selbst
Unternehmen, die in den vergangenen Jahren bereits hohe
Pensionsvermögen etabliert haben (wie z.B. Siemens oder DaimlerChrysler),
können sich der Problematik nicht völlig entziehen. Denn auf Grund der
Börsenflaute haben diese Fonds zum Teil deutlich an Wert verloren. Bei
DaimlerChrysler etwa ist das Vermögen der Pensionsfonds im vergangenen Jahr um
rund 7 Milliarden Euro geschrumpft. Der Automobilkonzern sah sich nicht
dazu veranlaßt, zusätzliche Mittel in die
Pensionsfonds einzuzahlen. Die entstandene Deckungslücke hat indes dazu
beigetragen, dass das Eigenkapital des Konzerns trotz eines Gewinns um
rund 4 Milliarden Euro niedriger ausgewiesen werden mußte
als im Vorjahr. Das alles zeigt: Selbst die deutschen Vorzeigekonzerne
werden mit dem Problem der Rückstellungen für Pensionen nicht fertig.
Welche Lösungen sind denkbar?
Auf
lange Sicht müssen die Alterssicherungssysteme in Deutschland auf
Deckungsstocksysteme umgestellt werden. Diese Deckungsstocksysteme
müssen durch andere Kontrollmechanismen überwacht werden als durch das
gängige Wirtschaftsprüfersystem. Wir benötigen eine zentrale
behördliche Überwachung aller Alterssicherungssysteme, die auf einem
staatlichen Beitragszwang beruhen. Erforderlich wird eine europäische
Angleichung der staatlichen Kontrollsysteme. Die bislang installierten Behörden
sind mit dieser Aufgabenstellung überfordert und erfüllen gerade einmal
Alibifunktion. In der Folge müssen die behördlichen Kontrollmechanismen
zu einer effizienten Insolvenzpropylaxe
ausgebaut werden. Erforderlich ist eine gläserne Struktur der
Alterssicherungssysteme und eine wachsame Öffentlichkeit, die sich mit
dieser Problematik auseinandersetzt. Denn die Alterssicherung geht
uns alle an.
Erschienen in der Sz BN am 30. Mai 2003