Werden die Vereinigten Arabischen Emirate die Luftfahrtindustrie aktiv mitgestalten? |
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Bei dem Debakel um die verzögerte Auslieferung des Riesenairbus A380 fühlt man sich an den Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts erinnert. Damals brachten Konstruktionsfehler bei der 747 den Flugzeugbauer Boeing an den Rand der Insolvenz. Unvergessen bleibt die Szene, als die Maschine beim Erstflug auf der Startbahn liegen blieb.
Sanierungsexpertin Dr. Nicole Essiger-Munk: Beinahe-Pleite von Boeing bleibt mahnendes Beispiel!
Die Pleite von Boeing schien seinerzeit unvermeidbar. Nur mit den damals größten Bankkrediten der Wirtschaftsgeschichte und umfangreichen Staatsgarantien konnte der US-Flugzeugbauer vor der Insolvenz bewahrt werden.
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Airbus A380 mit Emirates-Schriftzug in Dubai beim Flug über das Burj Al-Arab Hotel. |
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Wenn die A380-Krise bei Airbus (EADS) weiter eskaliert, droht ein ähnliches Debakel.
Managementfehler und Kapitalbedarf wurden bei Airbus unterschätzt!
Die Ratingagenturen sind auf bestem Weg, ihre Beurteilung für den Airbus Mutterkonzern EADS risikoreicher einzustufen. Damit verteuert sich der inzwischen auf über 10 Mrd. geschätzte Kapitalbedarf von Airbus enorm und Investoren werden zusätzlich verunsichert.
Insolvenzgefahr bei Airbus?
Die Sanierungsexpertin warnt vor der Insolvenzgefahr bei Airbus und regt grundlegende Sanierung und Neustrukturierung des EADS Konzerns an. Die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen reichen nicht aus um das Unternehmen nachhaltig zu sanieren und damit die Unterkapitalisierung zu beseitigen.
Dubai in der Rolle des Sanierungshelfers bei Airbus?
In diesem Szenario könnten die Golfstaaten nicht nur als finanzstarke Investoren bei Airbus einsteigen, sondern auch mit dem beeindruckenden Management Know-how aus der Erfahrung mit Großprojekten behilflich sein.
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Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktoum Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Emir von Dubai.
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Großprojekte realisiert Scheich Mohammed binnen kürzester Zeit
Bei Informationsreisen durch die Vereinigten Arabischen Emirate hat die Autorin des Werkes „Insolvenzprophylaxe für Deutschland“ die Fähigkeiten der Führer des Wüstenstaates studiert. Allen voran hat der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktoum, bewiesen wie Industrie- und Infrastrukturgroßprojekte erfolgreich binnen kürzester Zeit realisiert werden können.
Weltgrößter Flughafen Dubai World Central wird in Jebel Ali gebaut
Während auf dem Gelände des expandierenden Dubai International Airport das eigens für den A380 ausgelegte Terminal entsteht, befindet sich der neue Mega-Flughafen in Jebel Ali bereits im Bau. Im Endausbau werden auf den sechs Landebahnen des weltgrößten Flughafens Dubai World Central 120 Millionen Passagiere pro Jahr starten und landen.
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Der Dubai World Central International Airport (JBX) wird in Jebel Ali gebaut. Er wird bei der endgültigen Fertigstellung der weltgrößte Flughafen sein. |
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Zusammen mit dem Flughafen entsteht eine neue Stadt für rund eine Million Menschen, dazu Schulen, die DAE University und ein riesiges Logistikzentrum mit direkter Verbindung zum größten von Menschenhand erschaffenen Hafen Jebel Ali.
Dubai Aerospace Enterprise formt die Zukunft der Luftfahrtindustrie neu!
Eines der jüngsten Beispiele für Dubais ehrgeizige Ziele in der Luftfahrtindustrie ist die Gründung der Gesellschaft Dubai Aerospace Enterprise (DAE). Dieses milliardenschwere Luftfahrt- Unternehmen der Vereinigten Arabischen Emirate bündelt alle Luftfahrtaktivitäten neben der Fluglinie Emirates Airlines und setzt weltweit Maßstäbe. Mit dem in der Branche einmaligen Kapitalstock von 15 Mrd. US-Dollar, dem Know-how zur Herstellung von Flugzeugkomponenten (DAE Engineering), dem Know-how zum Bau von Flughäfen (DAE Airports), der eigenen Luftfahrtuniversität (DAE University) und dem boomende Leasinggeschäft mit Großflugzeugen (DAE Capital) wird die Zukunft der Luftfahrtindustrie neu geformt.
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Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktoum ist selbst als Kampfpilot ausgebildet. Mit der Dubai Aerospace Enterprise formt er die Zukunft der Luftfahrtindustrie neu.
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Emirates Airlines hat eine Jahresproduktion von Airbus/Boeing bestellt
Die mehrheitlich im Staatsbesitz von Dubai befindliche Fluggesellschaft Emirates Airlines, geführt vom Scheich Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, dem Onkel des Emirs, Chairman von Emirates Airlines und Präsidenten der Luftaufsichtsbehörde ist mit 43 Festbestellungen der größte Kunde für den A380. Die Airline wächst jährlich zweistellig und hat über 100 Großflugzeuge im Wert einer gesamten Jahresproduktion von Airbus/Boeing bestellt. Die Lieferverzögerungen beim Flugzeugbauer Airbus gefährden die Expansionspläne von Emirates Airlines. Alles spricht dafür, dass sich Dubai konstruktiv in die Sanierung von Airbus einbringen muss um seine Wachstumsziele in der Luftfahrtbranche abzusichern.
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Scheich Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, Chairman von Emirates Airlines und Präsident der Luftaufsichtsbehörde ist der Onkel des Emirs. |
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Dubais Einstieg bei Airbus - mit allen Optionen den Konzern weiter zu entwickeln - würde den angestrebten Stellenwert im Wachstumsmarkt Luftverkehr entscheidend verfestigen.
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Ein Airbus A380 in den Farben der Flugline Emirates Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. |
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Die Wachstumsperspektiven, in der Nachbarschaft zu den boomenden Märkten Asiens, lassen keinen Zweifel zu, dass sich das strategische Luffahrtdrehkreuz Dubai zum Zentrum der künftigen Luftfahrt entwickeln wird.
Derartig konsequente Umsetzungen von Ideen gab es in Europa seit den Wirtschaftswunderjahren nicht mehr. Dubai bleibt spannend! |